Marina Ferenczy
Marina Ferenczy ist seit Juli 2026 Projektkoordinatorin (Postdoc) am Forschungszentrum für Klimaschutzrecht - ClimLaw: Graz an der Universität Graz und nebenbei wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität von São Paulo (USP) in Brasilien. Sie hat ein interdisziplinares duales Doktoratsstudium absolviert: an der Universität São Paulo sowie an der Universität Ferrara (Italien). Ihre Dissertation mit dem Titel „Andean Paradigm in the Pluriverse: seeds for the paths of biodiversity and rival knowledge[s] in international environmental law“ schloss sie mit Auszeichnung ab. Darüber hinaus war sie Gastwissenschaftlerin am Zentrum für Sozialstudien (Centre for Social Studies, CES) der Universität Coimbra, Portugal.
Ihre interdisziplinäre Forschung verbindet Klimarecht, Umweltgerechtigkeit, politische Ökologie und internationales Umweltrecht. Dabei liegt ihr besonderer Fokus auf Perspektiven des Globalen Südens und dekolonialen Ansätzen, den Epistemologien des Südens (Epistemologies of the South), den Ökologien des Wissens (Ecologies of Knowledges) sowie dem Konzept des Pluriversums (Pluriverse). Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt der politischen Ökologie, Nachhaltigkeitstransformationen und transformativen Veränderungen, der Umweltgovernance sowie der Rolle des Rechts bei der Förderung gerechterer, pluraler und interkultureller Antworten auf die Klima- und Biodiversitätskrise.
Kürzlich wurde ihr ein Forschungsprojekt von CONFAP (Brasilien) bewilligt, welches ihr eine Zusammenarbeit als Gastwissenschaftlerin im ERC-geförderten Forschungsprojekt TwinPolitics an der Universität Wien ermöglicht. Im Rahmen dieses Projekts vertieft sie ihre Forschung zu Umweltgovernance und Klimagerechtigkeit.